108 Sonnengrüße
Am Sonntag vor 9 Tagen, zum Sonnenaufgang der Sommersonnenwende, habe ich etwas getan, das ich schon lange einmal erleben wollte: Ich bin einer alten Yogatradition gefolgt und habe 108 Sonnengrüße praktiziert.
Die Sommersonnenwende am 21. Juni markiert den längsten Tag des Jahres und gilt in vielen Kulturen als besonderer Moment des Übergangs und der Neuausrichtung. Passenderweise wird am 21. Juni weltweit auch der Internationale Tag des Yoga gefeiert – ein Tag, an dem Menschen rund um den Globus die verbindende Kraft dieser Praxis feiern.
Warum gerade 108 Sonnengrüße?
In der Yogatradition nutzen viele Yogis auf der ganzen Welt diesen Zeitpunkt für die Praxis von 108 Sonnengrüßen. Die Zahl 108 gilt im Yoga und in vielen spirituellen Traditionen als heilige Zahl und Symbol für Ganzheit, Verbundenheit und Transformation.
Die Praxis der 108 Sonnengrüße wird oft genutzt, um innezuhalten, Altes loszulassen und bewusst in einen neuen Abschnitt zu starten. Genau dafür wollte ich die Energie der Sommersonnenwende in diesem Jahr nutzen.
Von Aufregung zu bewegter Meditation
Wenn ich ehrlich bin, war ich vorher ziemlich aufgeregt. 108 Sonnengrüße klangen ganz schön anstrengend und ich wusste nicht, ob ich das körperlich wirklich schaffen würde. Mein bisheriges Maximum waren 12!
Doch ich wollte es probieren. Ich habe mir Mantra-Musik als Begleitung angemacht und mir gesagt, falls es zwischendurch nicht weitergeht, höre ich einfach auf. Kein Drama.
Zu Beginn hat sich mein Körper dann auch gemeldet: Nach ein paar Wiederholungen hat meine linke Hüfte ein wenig gezwickt und auch die Beinrückseiten habe ich deutlich gespürt.
Doch dann ist etwas Überraschendes passiert: Nach ungefähr 20 Sonnengrüßen wurde der Bewegungsablauf ganz selbstverständlich. Die Musik, die Mantras und die stetige Wiederholung haben mich immer tiefer in den Moment getragen. Es fühlte sich irgendwann nicht mehr nach 108 Wiederholungen an, sondern nach einer Art bewegter Meditation.
Ich konnte mich vollkommen auf die Bewegung und meinen Atem einlassen. Es wurde ruhig, klar und wunderschön. Die anderthalb Stunden vergingen wie im Flug und in der Endentspannung habe ich gegrinst wie ein Honigkuchenpferd!
Die Magie des Yoga
Diese Erfahrung hat mich einmal mehr daran erinnert, warum Yoga für mich so viel mehr ist als Bewegung. Yoga verbindet Körper, Geist und Seele auf eine Weise, die oft schwer in Worte zu fassen ist und die man eigentlich nur selbst erfahren kann.
Ich habe an diesem Morgen wieder gespürt, wie kraftvoll die Praxis sein kann: Nicht langweilig oder monoton, sondern beruhigend, verbindend und meditativ. Vielleicht ist es genau dieses Gefühl, das dafür sorgt, dass diese Tradition künftig einen festen Platz in meinem Sommer bekommen wird.
Und gleichzeitig müssen es nicht immer 108 Sonnengrüße sein. Oft reichen schon wenige bewusste Minuten, um wieder bei Dir selbst anzukommen.
Neues Video: Slow Yoga
Genau dafür habe ich ein neues Video für Dich aufgenommen: eine 12-minütige Slow-Yoga-Praxis, in der wir die Wirbelsäule im Einklang mit dem Atem achtsam und bewusst mobilisieren – ganz flexibel auf der Yogamatte, auf dem Boden oder auch auf einem Stuhl sitzend.
Mit langsamen Bewegungen und bewusster Atmung unterstützen wir unser Nervensystem dabei, den Stressmodus zu verlassen und wieder mehr Ruhe, Balance und Sicherheit zu finden. Vielleicht genau die kleine Pause, die Du heute brauchst.
Wenn Dir das Video gefällt, dann lass mir gerne einen Daumen hoch oder einen Kommentar da. Genieße Deine Yoga-Praxis und hab einen wunderbaren Sommer voller kleiner Momente, in denen Du bei Dir selbst ankommen kannst!
PS: Mehr Infos zum Sonnengruß
Die 108 Sonnengrüße habe ich übrigens mit den traditionellen Sonnengruß-Mantras praktiziert – und genau diese Musik hat für mich viel zu der meditativen Stimmung an diesem Morgen beigetragen.
Wenn Du mehr über den Sonnengruß, seine Wirkung auf Körper und Geist und die Bedeutung der einzelnen Mantras erfahren möchtest, findest Du auf meinem Blog einen ausführlichen Artikel dazu: Hier geht’s zum Blogartikel.
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