Ich bin noch nicht fertig

Vor einiger Zeit hatte ich ein sehr interessantes Gespräch mit einer neuen Coaching-Kundin. Sie liebt ihre Arbeit, möchte sich aber gleichzeitig auch regelmäßig Zeit für sich selbst nehmen.

Sie hatte sich fest vorgenommen, mindestens einmal in der Woche pünktlich um 18 Uhr mit der Arbeit aufzuhören und sich dann einen gemütlichen Abend zu Hause zu machen. Aber selbst an diesem Tag war da noch diese eine E-Mail. Oder der eine Anruf. Oder die eine Vorbereitung für morgen!

Also blieb sie weiterhin jeden Abend noch ein bisschen länger, aus dem „Ich mache nur noch kurz das hier fertig“ wurde schnell mindestens eine Stunde. Das eigentlich Spannende war ihre Erklärung, warum sie blieb: „Ich habe einfach ein schlechtes Gewissen, wenn ich Feierabend mache, obwohl noch etwas offen ist.“

Das Teufelchen auf der Schulter

Vielleicht kennst Du das auch: Du weißt eigentlich, dass Du heute genug gemacht hast. Ein großer Teil Deiner To-do-Liste ist abgearbeitet. Aber da ist diese Stimme im Kopf, die Dir unablässig alles aufzählt, was noch zu erledigen ist.

Solange etwas noch nicht abgehakt ist, fühlt es sich irgendwie falsch an, einfach den Laptop zuzuklappen. Denn Feierabend heißt doch schließlich: Das Tagwerk ist vollbracht, oder?

👉 Jetzt mal ganz ehrlich, Hand aufs Herz: Wann kannst Du bei der Arbeit jemals sagen, dass wirklich ALLES erledigt ist?

Es wird immer noch eine E-Mail geben, die beantwortet werden will. Ein Gespräch, das Du noch vorbereiten könntest. Einen Gedanken, der weitergedacht werden möchte. Deshalb glaube ich:

Wir brauchen eine andere Definition von Feierabend

Feierabend bedeutet eben nicht, dass alles erledigt ist. Feierabend bedeutet:

  • Du weißt, was noch offen ist und was damit passiert. Was heute nicht mehr dran ist, bekommt morgen einen Platz. Was wichtig ist, wird notiert. Was warten kann, darf warten. Das schafft Klarheit im Außen.
  • Du gestaltest den Übergang aus dem Arbeitsmodus in den Feierabend ganz bewusst. Du signalisierst Deinem Körper, dass jetzt Zeit für Entspannung ist. Das unterstützt die Regulation Deines Nervensystems und schenkt Dir innere Ruhe.

Und genau diese beiden Perspektiven verbinden meine Kollegin Sonia und ich in unserem nächsten gemeinsamen Lunch & Learn Workshop:

Feierabend ohne schlechtes Gewissen

Sonia bringt ihre Perspektive als Organisations-Expertin mit und zeigt Dir, wie Du Deinen Arbeitstag so abschließt, dass offene Aufgaben nicht mehr ständig in Deinem Kopf herumschwirren. Ich bringe die Perspektive von Nervensystem und Körper mit und zeige Dir, wie Du den Übergang aus dem Arbeitsmodus bewusst gestalten kannst.

Gemeinsam schauen wir auf drei Schritte: Abschließen. Übergang gestalten. Ankommen.

Du bekommst praktische Impulse aus beiden Bereichen und entwickelst daraus Deine ganz persönliche Feierabend-Routine – eine, die zu Dir und Deinem Alltag passt. Denn Du musst nicht alles erledigt haben, um entspannt Feierabend machen zu können.

Wenn Du Lust hast, das mit uns auszuprobieren, freuen wir uns, Dich im Lunch & Learn Workshop am nächsten Dienstag (27.10., 12-13 Uhr) zu sehen!

👉 Hier gibt’s alle Infos und Dein Ticket (20 Euro netto)

PS: Ich habe meine Kundin im Coaching unter anderem genau dabei unterstützt: ihren Arbeitstag so abzuschließen, dass sie entspannt den Feierabend genießen kann, ohne dass alles erledigt ist. Ihr neuer Maßstab ist: Ich weiß, was noch offen ist – und ich weiß, wann ich mich darum kümmere.

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