Es gibt keine Abkürzung
Eine Coaching-Kundin hat mir vor ein paar Monaten in unserer ersten Session erzählt, wie sehr sie gerade an sich zweifelt. Sie möchte beruflich den nächsten Schritt gehen, mehr Verantwortung übernehmen, ihre Karriere voranbringen. Doch da ist dieses leise, aber sehr präsente Gefühl: „Ich bin noch nicht gut genug.“
Also hat sie getan, was viele von uns tun würden: Sie hat angefangen, in Fortbildungen, Business-Mentoren und Bücher zu investieren. Sie hat noch mehr Expertenwissen angehäuft – in der Hoffnung, wenn sie nur mehr tut, dann klappt es endlich mit dem nächsten Karriereschritt.
Doch stattdessen wurde der Druck noch größer. Sie stand unter Dauer-Anspannung und konnte nur noch schwer abschalten. Vielleicht kennst Du das auch – dieses Gefühl, so viel zu tun und trotzdem nicht wirklich voranzukommen.
Der Körper kennt die Lösung
Der Wendepunkt kam, als wir im Coaching raus aus dem Kopf und rein ins Spüren gegangen sind. Ihr Körper hat ihr sehr klar gezeigt: All die Fortbildungen… stressen sie. Und verstärken sogar den Gedanken, nicht gut genug zu sein! Denn unterschwellig schwingt immer mit: Ich muss noch mehr machen, um endlich bereit zu sein.
Ihr wurde klar, dass es nicht darum geht, noch mehr zu lernen. Sondern darum, Sicherheit in sich selbst aufzubauen. Vertrauen. Innere Balance. Und das ist nichts, was man sich so eben mal schnell aneignen oder kaufen kann.
Denn dazu braucht es ein resilientes, flexibles Nervensystem. Das ist ein Weg. Ein Entwicklungsprozess. Etwas, in das Du Schritt für Schritt hineinwächst. Und dafür gibt es keine Abkürzung.
Warum gibt es keine „schnelle Lösung“?
Weil Dein Nervensystem nicht durch Verstehen lernt, sondern durch Erleben. Du kannst zum Thema Selbstvertrauen zig Bücher lesen oder Vorträge hören. Aber Dein System wird erst dann wirklich etwas verändern, wenn Du es fühlst, erfährst und verankerst.
Versteh mich nicht falsch – Wissen ist nicht schlecht, sondern hilft Dir auf mentaler Ebene weiter. Aber (Selbst-)Sicherheit entsteht nicht im Kopf. Sondern durch echte Erfahrungen, die Deinem Körper zeigen: „Das hier ist okay. Das kann ich. Ich bin sicher.“
Und genau deshalb kannst Du diesen Weg nicht überspringen. Du kannst ihn unterstützen. Du kannst Dich begleiten lassen. Aber niemand kann ihn für Dich gehen.
Ich habe meiner Kundin zwei „Hausaufgaben“ mitgegeben, die sie auf ihrem Weg unterstützen und die ich in diesem Artikel auch mit Dir teilen will.
✨ 1. Feiere Deine Erfolge
Meine Kundin hatte die Aufgabe, jeden kleinen Erfolg bewusst wahrzunehmen – und mir im nächsten Coaching davon zu erzählen. Ein abgeschlossenes Projekt, ein klares Gespräch, ein Moment, in dem sie sich gezeigt hat.
Warum: Weil sie so ihr Selbstvertrauen positiv bestärkt. Denn mit jedem Feiern eines (noch so kleinen) Erfolgs verfestigt sich ein neuer Gedanke: „Ich kann ja richtig viel. Da war ich echt gut. Ich bin stolz auf mich!“
Das ist keine Kleinigkeit, sondern wahre Nervensystem-Arbeit. Auch wenn es sich anfangs komisch anfühlt – Du gibst Deinem System damit die Rückmeldung: Das war gut. Das war sicher. Mehr davon!
🌱 2. Sieh Rückschläge als Teil des Lernens
Vor Kurzem hat meine Kundin das erste Mal alleine eine Präsentation vor einem neuen Kunden gehalten. Und ja – sie hat sich mal verhaspelt und konnte auch nicht jede Frage beantworten.
Früher hätte sie gedacht: „Ich wusste es, ich kann das einfach nicht.“ Heute konnte sie es anders einordnen: Es war eine neue Situation, sie war aufgeregt, ihr Nervensystem war aktiviert. Beim nächsten Mal wird es schon leichter. Und genau so entsteht Sicherheit: durch Wiederholung. Übung macht den Meister!
Genau das ist der Punkt: Rückschläge bedeuten nicht, dass Du scheiterst oder nicht gut genug bist. Sondern Dein System lernt gerade. Lob Dich dafür, dass Du es versuchst, mach Dir bewusst, dass Rückschläge Teil des Lernprozesses sind, und probier es wieder.
Zum Abschluss eine kleine Reflexion
Der Weg zu mehr Balance, innerer Ruhe und echter Sicherheit ist nichts, was Du von Deiner To-Do Liste abhaken kannst. Es ist ein Prozess, der Dich durchs Leben begleitet – aber er wird sich leichter anfühlen, wenn Du aufhörst, gegen ihn anzukämpfen oder irgendwelche Abkürzungen zu suchen, und Dir stattdessen erlaubst, Schritt für Schritt zu wachsen.
Wenn Du magst, frag Dich doch einmal: Wo versuche ich gerade, eine Abkürzung zu nehmen? Und was würde sich verändern, wenn ich mir erlaube, den Weg wirklich zu gehen – in meinem Tempo?
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