Zwischen Austausch und Stille

Mein persönlicher Rückblick auf die International Businesswomen Conference 2026 in Ägypten

In der letzten Woche war ich bereits zum dritten Mal zur International Businesswomen Conference in Ägypten. Während der Taxifahrt vom Flughafen zum Hotel konnte ich direkt die Pyramiden von Gizeh sehen – und war sofort wieder drin im Gefühl der Konferenz.

Ich wusste, was mich erwartet, und habe mich schon sehr auf den Austausch mit den anderen Business-Damen gefreut. Auch dieses Jahr konnte ich wieder zahlreiche Impulse und Eindrücke mitnehmen, die immer noch in mir nachklingen.

Drei Impulse, die mich besonders berührt haben

Dieses Jahr war ein besonderes Konferenz-Jahr: Der Kongress wurde gemeinsam von zwei Verbänden gehostet, was die Veranstaltung um ein vielfaches größer gemacht hat. Fast 300 Frauen aus aller Welt haben sich in Kairo und Alexandria getroffen, um sich rund um die Themen Business-Aufbau, Zukunft des Unternehmertums, Vereinbarkeit von Beruf und Familie und vieles mehr auszutauschen.

Ich habe mir gestern bewusst Zeit genommen, um zu reflektieren. Drei Gedanken möchte ich heute mit Dir teilen – vielleicht nimmst Du den einen oder anderen Impuls für Dich mit:

1. Künstliche Intelligenz ist die dritte Zivilisations-Revolution.

Nach der industriellen Revolution und der Erfindung des Internets stehen wir mit KI erneut an einem Wendepunkt, der unsere Art zu arbeiten grundlegend verändert – und das nicht erst in der Zukunft, sondern schon jetzt. Viele der Gespräche haben gezeigt, wie präsent dieses Thema ist und wie unterschiedlich Frauen weltweit damit umgehen.

Mein Impuls: Sei neugierig (statt ängstlich), lerne und probiere so viel wie möglich und finde dann Deinen eigenen, bewussten Weg, KI wirklich zu nutzen.

2. Zuhören ist wichtiger als beeindrucken.

Ein Learning, das mir besonders hängen geblieben ist: Beim Netzwerken geht es nicht darum, möglichst viel über sich selbst zu erzählen, sondern wirklich zuzuhören und zu verstehen. Denn Verbindung entsteht nicht durch perfektes Auftreten, sondern durch echtes Interesse. Eine Speakerin formulierte es so: „Talk to learn, not to impress.

Mein Impuls: Geh in Dein nächstes Gespräch mit der inneren Haltung: Ich möchte wirklich verstehen – und beobachte, was sich dadurch in der Gesprächsqualität verändert.

3. Ägyptische Zeit läuft… anders. Und das ist ok.

Ein Beispiel: Eine Abfahrt um 9 Uhr bedeutet oft eher 9:30 Uhr, auch 10 Uhr oder noch später ist nicht ungewöhnlich. Und jedes Mal war ich wieder fasziniert, denn am Ende fügt sich alles. Das System funktioniert auf seine eigene Weise.

Spannend fand ich zu beobachten, wie sehr sich viele der Teilnehmerinnen dadurch haben stressen lassen – weil es so anders war als das, was sie gewohnt sind. Ich habe es bewusst als Einladung angenommen, Kontrolle loszulassen, mich weniger an Erwartungen festzuhalten und mit dem Moment zu gehen.

Mein Impuls: Wenn Dinge anders laufen als geplant, atme bewusst durch und frage Dich: Kann ich den alten Plan loslassen und darauf vertrauen, dass sich trotzdem alles fügt?

Balance zwischen Austausch und Ruhe

Gerade in einem Alltag, der oft voll und fordernd ist, macht es einen riesigen Unterschied für mich, mich bewusst mit Menschen zu umgeben, die ähnlich denken, fühlen oder unterwegs sind wie ich. Es gab zahlreiche Themen, über die ich mich mit anderen Teilnehmerinnen ausgetauscht habe, und ich bringe viele Impulse und Ideen aus Ägypten mit.

Und gleichzeitig habe ich gemerkt, wie wichtig es für mich war, mir auch dort immer wieder kleine Momente nur für mich zu nehmen. Ich habe jeden Morgen am Pool meine Reise-Yogamatte ausgerollt und mir auch so zwischendurch immer wieder kleine Pausen für mich selbst genommen.

Diese Mischung aus Verbindung im Außen und Ankommen bei mir selbst im Inneren: Genau das macht für mich mittlerweile den größten Unterschied.

PS: Wenn Du neugierig bist, wie ich die Konferenz im letzten Jahr erlebt habe – damals sogar mit meinen eigenen Yoga-Sessions vor Ort – kannst Du hier meinen Rückblick vom letzten Jahr lesen!