Erfolge feiern macht den Unterschied

Seit ein paar Jahren mache ich regelmäßig gezieltes Krafttraining – für eine gesunde Muskulatur und als Gegengewicht zu meiner Yoga-Praxis. Das klappt super, doch trotz Hanteltraining, Liegestütze etc. habe ich keinen Klimmzug geschafft (nicht einmal ansatzweise).

Als Teenager konnte ich das einfach so, doch irgendwann habe ich diese Fähigkeit verloren. Die Idee, gezielt dafür zu trainieren, hatte ich schon länger, aber wie das so ist: Es hat nie wirklich „reingepasst“. Dieses Jahr habe ich es dann als Ziel für mich formuliert und auch Freunden davon erzählt, um es für mich verbindlicher zu machen.

Und weißt Du, was ich daraufhin mehrfach gehört habe? Dass Klimmzüge für Frauen extrem schwer seien, manche meinten sogar fast unmöglich. Mein erster Gedanke war: Echt jetzt?! Ganz ehrlich: Genau solche Sätze lösen in mir einen richtigen Trotz-Moment aus. Dann mache ich es erst recht!

Mit Plan in Richtung Ziel

Also habe ich mir einen Trainingsplan erstellt und angefangen. Und der Start war… ernüchternd. Ich konnte nicht mal einfach nur an der Stange hängen (geschweige denn mich auch nur einen Zentimeter hochziehen). Da war nichts mit „Ich bin ja eigentlich schon fit“, da war einfach: Ich fange bei null an.

Und das war ok. Ich wusste: Genau hier beginnt der Lernprozess. Nicht umsonst kenne ich mich mit dem Nervensystem aus. Ich wusste, für die innere Motivation ist es wichtig, jeden noch so kleinen Fortschritt bewusst wahrzunehmen und zu feiern.

Warum Erfolge feiern den Unterschied macht

Als ich es geschafft habe, ein paar Sekunden ruhig an der Stange zu hängen, habe ich das gefeiert. Als ich meinen ersten negativen Klimmzug hinbekommen habe (von oben langsam nach unten ablassen), habe ich das gefeiert. Und als ich mein Kinn für drei Atemzüge über der Stange halten konnte (sogenanntes isometrisches Hängen), auch.

Und zwar nicht nur im Kopf: Ich habe wirklich gefühlt, dass da etwas passiert. Ich musste lachen, habe mich gefreut, habe die Energie des Moments gespürt und gemerkt: Mein Körper lernt gerade.

Der Fokus hat sich dadurch ganz automatisch verschoben: Weg von dem, was noch nicht geht, hin zu dem, was schon möglich ist. Und genau das hat mir geholfen dranzubleiben – über acht Wochen hinweg. Auch an Tagen, an denen es anstrengend war oder ich keine Lust hatte (und davon gab es einige!).

Der Moment des Erfolgs

Und dann kam dieser Moment: Ich versuche einen ganzen Klimmzug… ziehe mich hoch… und plötzlich ist mein Kinn über der Stange. Ich habe es wirklich geschafft!

Mein ganzer Körper ist groß geworden, ich hatte ein riesiges Grinsen im Gesicht, habe laut „JA“ gesagt und musste mich erst einmal bewegen, ein bisschen herumhopsen, um die ganze Energie rauszulassen. Es war so viel Freude da, so viel Stolz. Einfach ein richtig gutes Gefühl! Später gab es zur Feier des Tages noch ein großes Stück Kuchen und meinen Freunden habe ich es natürlich auch sofort erzählt.

Genau hier wird etwas ganz Wichtiges sichtbar: Feiern ist kein „kann man machen“. Es ist ein entscheidender Teil des Prozesses. Denn jedes Mal, wenn Du einen kleinen Erfolg bewusst wahrnimmst, lernt Dein Nervensystem.

Es speichert: Das ist möglich. Das funktioniert. Das kann ich wieder tun. Du stärkst damit genau die inneren Verbindungen, die Du brauchst, um dranzubleiben – nicht durch Druck, sondern durch positive Erfahrung.

Der Alltags-Check

Im Alltag passiert oft das Gegenteil. Du erreichst etwas und gehst direkt weiter zum nächsten Punkt, ohne innezuhalten, ohne Deinen Erfolg wirklich zu würdigen. Dein System bekommt gar nicht die Chance zu speichern: Das war gut. Das war sicher. Mehr davon.

Genau deshalb meine Einladung an Dich: Mach es diese Woche einmal anders. Halte kurz inne, spür hin und erlaube Dir, Deine Erfolge bewusst wahrzunehmen und zu feiern (ganz besonders auch die kleinen!).

Wenn es Dir schwer fällt, das direkt im Moment zu machen, dann probier folgendes Ritual: Frag Dich am Ende des Tages: Was habe ich heute geschafft, das ich noch nicht gefeiert habe? Und dann nimm Dir einen Moment, das auf Deine Weise zu würdigen.

Feiern klingt so simpel, fast schon banal. Und macht doch einen riesigen Unterschied. Und wenn Du Dich fragst, wie Du feiern kannst – oft reicht schon ein bewusster Moment: innehalten, lächeln, stolz sein. Und wenn Dir danach ist: spring, tanz, klopf Dir auf die Schulter, erzähl es jemandem, schreib es Dir auf oder gönn Dir was Schönes. Dein Körper darf merken: Das war gut!

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