Aufatmen. Loslassen. Sein.

Vor kurzem war ich bei einem Workshop, in dem wir mit Stimme und Atmung gearbeitet haben. Es war super – wir haben gemeinsam getönt und gesungen, Erfahrungen geteilt und mit der Stimme experimentiert.

Ein Erlebnis hat mich ganz besonders berührt: Wir standen gemeinsam im Kreis und haben ein Lied gesungen. Der Refrain lautete: „Ich darf jetzt aufatmen. Aufatmen, loslassen, sein.“

Während wir das gesungen haben, ist in mir etwas passiert, womit ich überhaupt nicht gerechnet hatte. In meinem Körper hat sich eine unglaubliche Erleichterung ausgebreitet. Tiefe Anspannung hat sich gelöst, von der ich gar nicht wusste, dass ich sie so lange gehalten habe.

Die Kombination aus diesen Worten – aufatmen, loslassen, sein – und dem gemeinsamen Singen war für mich unglaublich emotional. Dieser Moment begleitet mich bis heute – und hat mich nochmal daran erinnert, wie kraftvoll ein einziges Wort sein kann: Aufatmen.

Aufatmen ist mehr als nur ein Atemzug

Das Wort Aufatmen benutzen wir oft im Alltag: Wenn etwas geschafft ist, wenn eine Situation vorbei ist, wenn es nach einer schwierigen Phase leichter wird.

Doch eigentlich beschreibt dieses Wort etwas sehr Körperliches. Der Atem wird tiefer, in uns dehnt sich Entspannung aus. Aufatmen ist oft der Moment, in dem etwas von uns abfällt, in dem wir ein Stück Kontrolle loslassen dürfen. Und genau darin liegt seine Kraft.

Der Atem ist Dein direkter Zugang zum Nervensystem

Denn Dein Atem ist eng mit Deinem Nervensystem verbunden. Einerseits wird die Atmung automatisch vom autonomen Nervensystem gesteuert: Unter Stress wird der Atem flacher und schneller, in ruhigen Phasen geht er tiefer und langsamer.

Doch das Besondere an der Atmung ist, dass Du sie auch gezielt steuern kannst. Wenn Du bewusst langsamer atmest oder einen tiefen Atemzug nimmst, sendest Du Deinem Nervensystem das Signal, dass alles ok ist. Du bist in Sicherheit und kannst entspannen.

Der Atem wird so zu einem direkten Zugang zu Deinem Nervensystem. Ein bewusstes Aufatmen kann deshalb ein ganz natürlicher Moment der Regulation sein, den Du Dir jederzeit im Alltag schenken kannst.

Regulationsübung: Vom Tun ins Sein

Der Atem unterstützt Dich auch wunderbar dabei, immer mal wieder aus dem Macher-Modus ins Sein zu kommen. Viele von uns sind im Alltag vor allem im Tun: Aufgaben erledigen, Entscheidungen treffen, für andere da sein. Eine lange Liste an To-Dos wird jeden Tag abgehakt.

Über das bewusste Ein- und Ausatmen holst Du Dich zurück in den jetzigen Moment, in Deinen Körper. Aufatmen und damit loslassen bedeutet auch, das Sein für einen Moment zur Priorität zu machen.

Deshalb habe ich eine kleine Einladung für Dich: Leg eine Hand auf Dein Herz und eine auf Deinen Bauch. Und dann nimm einmal einen wirklich tiefen Atemzug. Einatmen. Und langsam wieder ausatmen. Vielleicht ist das sogar direkt ein kleines Aufatmen für Dich 🧡

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