Wenn der Kopf nie Feierabend macht
Vor ein paar Wochen war ich auf einem Geburtstag eingeladen. Es war ein richtig schöner Abend: vertraute Gesichter, gute Gespräche, viel Lachen und ein Gefühl von Freude im Raum.
Neben mir saß eine Freundin, die ich schon lange kenne. Sie ist engagiert, interessiert und voller guter Ideen. Und trotzdem hatte ich im Laufe des Abends immer wieder das Gefühl, dass sie nicht ganz da war. Sie lächelte, nickte, beteiligte sich am Gespräch – und wirkte gleichzeitig ein wenig abwesend.
Irgendwann, als es um uns herum etwas ruhiger wurde, seufzte sie, lehnte sich zu mir herüber und sagte leise zu mir: „Eigentlich bin ich gerade gar nicht richtig hier.“
Wir haben uns kurz angeschaut und mussten beide lachen. Nicht weil es lustig war, sondern weil wir beide wussten, was sie meinte. Denn wie ihr geht es vielen!
Wenn der Kopf nie Pause macht
Während wir zusammensaßen, kreisten ihre Gedanken um eine Präsentation, die sie am nächsten Tag halten wollte. Sie hatte das Gefühl, noch nicht genug Zeit in die Vorbereitung investiert zu haben – und ein schlechtes Gewissen, sich zu amüsieren, wenn doch noch Arbeit auf sie wartet.
Sie erzählte mir, dass sie eigentlich mit der Präsentation schon ganz zufrieden ist. Aber besser geht ja immer, oder? Vielleicht kennst Du diese Gedanken auch: Gerade Frauen haben oft sehr hohe Ansprüche an sich selbst und es fällt ihnen schwer, Pausen wirklich zu genießen.
Von außen sieht das nach Leistungsbereitschaft aus, doch innerlich erzeugt es Stress. Denn Dein Nervensystem unterscheidet nicht zwischen äußerer Gefahr und innerem Antreiber. Wenn Du Dir ständig signalisierst, dass noch etwas fehlt, dass es noch besser geht oder Du noch nicht genug getan hast, bleibt Dein System in Anspannung. Selbst schöne Momente fühlen sich dann nicht wirklich leicht an.
Ein erster Schritt Richtung Leichtigkeit
Ich erlebe dieses Thema immer wieder, bei Freundinnen, bei Kundinnen, bei so vielen engagierten Frauen. Die gute Nachricht ist: Dieser innere Druck ist kein Charakterzug und kein Schicksal. Er ist ein Muster – und Muster lassen sich verändern!
Ein erster Schritt kann ein Moment der Reflexion sein, denn mit dem Erkennen des Musters beginnt der Veränderungsprozess. Wenn auch Du dieses Gefühl von Perfektionismus kennst, magst Du Dir vielleicht die folgende ehrliche Frage stellen: Erlaube ich mir, zu entspannen – auch wenn noch nicht alles perfekt ist? Oder knüpfe ich meine Pausen an Bedingungen?
Nimm Dir einen Moment Zeit und spür nach, was diese Frage bei Dir auslöst. Ohne Druck, als ersten Impuls. Ich wünsche Dir viele spannende Erkenntnisse!
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