Yoga mit Hilfsmitteln

Vor ein paar Tagen hat mir eine Teilnehmerin aus meinem Yoga-Kurs geschrieben: Sie findet es super, dass ich in meinen Stunden dazu ermuntere, Hilfsmittel zu nutzen und jederzeit Pause zu machen. In einem früheren Kurs in einem Yoga-Studio wurde ihr das untersagt („das muss der Körper aushalten“).

Ich war geschockt. Und es erinnerte ich mich an eine Situation, die ich selbst vor vielen Jahren erlebt habe: Mir wurde in einer Yoga-Stunde mal verboten, Wasser zu trinken. Das gehöre sich nicht und würde den Energie-Flow unterbrechen.

Das hatte mich schon damals ziemlich sprachlos (und dehydriert) zurückgelassen. Natürlich gibt es Traditionen im Yoga und es können ja auch Empfehlungen gegeben werden. Aber Verbote? Im Mittelpunkt darf meiner Meinung nach IMMER der Mensch auf der Matte mit seinen Bedürfnissen stehen!

Das mache ich anders: Yoga mit Hilfsmitteln ist erlaubt!

Gerade mit meinem heutigen Wissen über das Nervensystem, elementare menschliche Bedürfnisse und die Auswirkungen von Stress auf Körper, Geist und Seele ist es für mich undenkbar, etwas kategorisch zu verbieten. Das ist nicht mein Verständnis von Yoga (oder ganz allgemein von respektvollem Umgang miteinander).

Deswegen ermuntere ich all meine TeilnehmerInnen, die Yoga-Praxis ganz zu ihrer eigenen zu machen – also selbst und nach Körpergefühl zu entscheiden, wie tief sie in einzelne Haltungen gehen, wann sie sich eine Pause gönnen möchten, ob sie Hilfsmittel nutzen wollen etc.

Das gilt natürlich auch für meine persönliche Praxis – ich habe z.B. immer was zu trinken neben der Matte stehen und ich nutze Hilfsmittel sehr gerne!

Meine „Unterstützer“ auf der Matte

Yoga mit Hilfsmitteln erleichtert mir die Praxis. Sie erlauben mir dadurch auch, herausfordernde Haltungen einzunehmen oder Posen zu vertiefen – eben wenn ich das möchte. Ich nutze:

  • Meditationskissen: Zum aufrechten und angenehmen Sitzen in Stille
  • Yoga-Blöcke: Die nutze ich für so vieles! Zur Verlängerung der Arme (z.B. in der Pyramide oder im Ausfallschritt), zur Aktivierung bestimmter Muskelgruppen (z.B. zwischen den Oberschenkeln in der Brücke oder im Stuhl) oder für unterstützte Umkehrhaltungen (z.B. in Viparita Karani oder in der Brücke unter dem Gesäß)
  • Yoga-Gurt: Als Verlängerung der Arme in Vorbeugen oder zur Dehnung der Beine auf dem Rücken liegend
  • Bolster: Für meine Yin Yoga Praxis – ich liebe diese dicke Rolle für alle entspannenden Haltungen!

Mir fällt gerade auf – da ist über die Zeit einiges zusammengekommen… Zur Beruhigung: Du musst das nicht alles in Deinem Yoga-Schrank haben. Haushaltsübliche Gegenstände wie dicke Bücher statt Blöcke oder Meditationskissen, ein Gürtel statt Yoga-Gurt oder eine zusammengerollte Decke statt Bolster reichen völlig aus!

Du entscheidest

Das Thema liegt mir wirklich am Herzen. Für mich ist Zeit auf der Matte Zeit für Dich – zum Genießen, um Körper, Geist und Seele in Einklang zu bringen, um ganz bei Dir anzukommen.

Du darfst entscheiden, wie Du diese Zeit gestalten willst. Fühl Dich empowered, Yoga für Dich umzusetzen, wie es Dir gut tut. Die Intention dahinter macht den Unterschied!

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