Wie atmest Du gerade?

Deine Atmung ist einer der natürlichsten, unscheinbarsten Prozesse der Welt – und doch kann sie so viel mehr, als nur Deinen Körper mit Sauerstoff zu versorgen. Denn der Atem ist die direkte Verbindung zwischen Körper, Geist und Seele: Über ihn drücken sich Wohlbefinden, Stimmung und Emotionen aus. Bist Du zum Beispiel entspannt, atmest Du tief und ruhig, wenn Du Dich körperlich anstrengst, erhöht sich Deine Atemfrequenz, und wenn Du gestresst bist oder Angst hast, atmest Du nur noch sehr flach.

Die gute Nachricht: Du kannst Deine Atmung bewusst steuern, und damit steht Dir ein unglaublich kraftvolles Instrument zur Verfügung. Denn wenn Du über Dein Gehirn den Atem steuern kannst, hat umgekehrt der auch Atem eine Wirkung auf Deine Gehirnfunktionen! Dadurch kannst Du jederzeit und direkt Dein physisches, mentales und emotionales Befinden positiv beeinflussen.

So kannst Du Dir über die Atmung zum Beispiel neue Energie schenken, Stress lindern, oder Anspannung abbauen. Noch dazu hast Du Deinen Atem immer mit dabei, er ist damit eines der großartigsten Werkzeuge, die Dir zur Verfügung stehen, um Dein Wohlbefinden zu jeder Zeit und an jedem Ort direkt zu beeinflussen. Daher spielen bewusstes Wahrnehmen des Atems und verschiedene Atemtechniken eine große Rolle in meiner Arbeit.

Die richtigen Atmung – gibt es nicht!

Wichtig ist: Es gibt kein „richtiges“ Atmen. Jeder Erwachsene atmet ca. 12 bis 15 Mal pro Minute, das Atemmuster ist dabei jedoch so individuell wie Dein Fingerabdruck: Niemand atmet genauso wie Du, von daher gibt es auch nicht die „perfekte“ oder „richtige“ Atmung.

Allerdings haben viele von uns verlernt, ihre Atmung richtig zu nutzen: Im entspannten Zustand atmet man normalerweise automatisch in den Bauchraum ein. Unsere moderne Welt ist jedoch geprägt von Dauer-Berieselung und Stress, richtige Entspannung findet nur noch selten statt. Das führt bei vielen Menschen dazu, dass sie nur noch sehr flach in den oberen Brustkorb atmen und somit regelmäßig nur einen kleinen Teil ihrer Lungenkapazität nutzen.

Du kannst Deinen Atem jedoch trainieren und stärken, und zwar durch regelmäßige Atemübungen. Die Lunge ist zwar kein Muskel, doch regelmäßige Übungen stärken und dehnen sie trotzdem. Indem Du Dich immer wieder mit Deinem Atem beschäftigst, kannst Du eine Beziehung zu ihm aufbauen und ihn dann ganz bewusst einsetzen.

Ich lade Dich ein, Dich ganz bewusst mit Deinem Atem anzufreunden und ihn dadurch immer mehr und besser nutzen zu können, um mit viel Kraft und Energie Deinen Alltag nach Deinen Wünschen und Vorstellungen zu gestalten! Auf meinem YouTube Kanal findest Du in der Playlist Breathing Breaks viele Atemübungen, die Du direkt mitmachen und ausprobieren kannst. Viel Spaß damit!


Tipps für den Alltag

Die folgenden Tipps können Dir helfen, Deinen Atem immer besser kennen zu lernen und auch zu nutzen. Baue sie gerne regelmäßig in Deinen Alltag ein!

  • Starte den Tag mit der Atmung. Bevor Du irgendetwas anderes machst, öffne ein Fenster und nimm ein paar tiefe Atemzüge. Damit schenkst Du Dir selbst als erstes frische Energie, um in Deinen Tag zu starten.
  • Nimm Dir regelmäßig (gerne mehrmals am Tag) bewusst Zeit für Deine Atmung. Beobachte einfach Deinen Atem oder mach eine Atemübung. Dadurch lernst Du Deine persönlichen Atemmuster immer besser kennen und kannst sie bewusster steuern.
  • Frage Dich während des Tages immer mal wieder: Atme ich noch? Dadurch lenkst Du Deine Aufmerksamkeit direkt auf Deinen Atem, in den Körper, und kommst ganz im jetzigen Moment an.
  • Ent-stresse Dich bewusst: Wann immer Du merkst, dass der Stress oder eine Emotion Dich überwältigt – nimm Dir eine kurze Atem-Auszeit und atme bewusst in den Bauch. Dadurch sagst Du Deinem vegetativen Nervensystem, das alles in Ordnung ist. 2 Minuten reichen schon, um wieder einen klaren Kopf zu bekommen.

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