Du fühlst Dich öfter mal erschöpft und antriebslos? Das könnte daher kommen, dass Du Deinen Energie-Level nicht bewusst und aktiv managst. Erfahre hier die 5 häufigsten Ursachen für fehlende Energie und 3 Ansatzpunkte, um wieder in Deine Kraft zu kommen.

Antriebslos im Alltag

Du kommst kaum aus dem Bett, jede Aktivität ist eine Herausforderung, jedes kleine bisschen Anstrengung ist Dir zu viel. Du kannst Dich zu nichts aufraffen und fühlst Dich wie gerädert. Und Du fragst Dich, warum Du eigentlich so müde und kraftlos bist – wo ist nur Deine Energie geblieben?

Der normale Alltag verlangt den meisten von uns viel ab: Von einem Termin zum nächsten hetzen, Arbeit, Familie und Freunde unter einen Hut bringen, und sich dann auch noch um sich selbst kümmern – da kann man sich schon mal erschöpft und energielos fühlen.

Solange es bei einzelnen Tagen bleibt, ist das auch kein Problem – jeder hat mal einen Durchhänger. Hält dieses Gefühl der Antriebslosigkeit aber über einen längeren Zeitraum an, solltest Du Dir genauer anschauen, was die Ursachen sein könnten uns was Du dagegen unternehmen kannst, so dass Du wieder voller Kraft und Energie Dein Leben gestalten kannst.

Keine Energie: Die 5 häufigsten Ursachen

Für Antriebslosigkeit gibt es viele verschiedene Gründe. Lass mich eine Sache vorwegnehmen: Erschöpfung muss nicht bedeuten, dass Du krank bist, eine Krankheit kann aber die Ursache sein. Depressive Erkrankungen, Stoffwechselerkrankungen (wie zum Beispiel eine Schilddrüsenunterfunktion) oder auch Mangelernährung (wie Folsäure-, Eisen oder Vitamin B12 Mangel) können der Grund für dauernde Müdigkeit und Antriebslosigkeit sein.

Deine Gesundheit ist Dein höchstes Gut: Wenn Du glaubst, dies könnte bei Dir zutreffen, geh auf jeden Fall zum Arzt Deines Vertrauens und lass Dich durchchecken. Wenn Du eine Krankheit ausschließen kannst, gibt es eine Reihe anderer Gründe dafür, dass Dir die Energie im Alltag fehlt.

#1: Du bist im Dauerstress

Stress kann durchaus auch positive Auswirkungen haben: Er kurbelt Körper, Geist und Seele an, Du bist hellwach, fokussiert und „ready for action“. Für einen bestimmten Zeitraum ist das sinnvoll und bringt Dich auf Höchstleistung – wenn Du allerdings dauernd gestresst bist und unter Zeitdruck stehst, verschiebt sich der Hormonspiegel und Dein Körper kann nicht mehr abschalten und entspannen. Das kann zu tiefer Erschöpfung führen und sich zum Beispiel zeigen in dauernder Müdigkeit, Kopfschmerzen, Reizbarkeit, Konzentrationsschwäche oder allgemeinem Unwohlsein.

#2: Du bist unterfordert

Ja, auch Unterforderung kann dazu führen, dass Du Dich schlapp und energielos fühlst. Im Normalfall gibt uns unser Körper so viel Energie, wie wir brauchen. Wenn Du quasi nichts tust, bekommst Du auch weniger Energie, bist also am Ende des Tages auch müde. Die Qualität der Müdigkeit ist jedoch negativ: Anstatt müde und zufrieden bist Du müde und gereizt oder antriebslos.

Psychologische Studien zeigen, dass Deine Motivationskraft (und damit Deine mentale Energie) stark davon abhängt, wie herausfordernd die Aufgabe ist, der Du Dich stellst. Natürlich sollte die Herausforderung nicht zu groß sein (dann kann es leicht in Stress umschlagen), aber zu einfach ist eben auch nicht gut. Körper, Geist und Seele brauchen Herausforderungen, um zu wachsen – dann schenken sie Dir die Energie, die Du für diesen Prozess benötigst.

#3: Du kümmerst Dich nicht um die Bedürfnisse Deines Körpers

Unser Körper ist Energielieferant Nummer 1 für uns. Er hat vier Quellen, aus denen er neue Energie schöpft: Schlaf, Entspannung, Bewegung und Ernährung. Beim Schlaf ist sowohl die Dauer wichtig – wir brauchen jede Nacht zwischen 7 und 9 Stunden Schlaf – als auch die Qualität: Je häufiger du z.B. nachts aufwachst, umso weniger erholsam ist der Schlaf. Auch tagsüber sind Entspannungsphasen ungemein wichtig. Hier kann Dein Körper den Hormonhaushalt und die normalen Körperfunktionen wieder ins Gleichgewicht bringen. Zu oft aber powern wir durch, hetzen von Termin zu Termin, und erwarten, dass unser Körper einfach mit macht.

Bewegung spielt ebenso eine große Rolle. Dadurch regen wir Durchblutung, Kreislauf und Stoffwechsel an, so dass die Energie wieder frei durch den Körper zirkulieren kann. Die meisten von uns verbringen viele Stunden jeden Tag vor dem PC und auf der Couch – umso wichtiger, regelmäßig Sport zu machen oder zumindest einen täglichen Spaziergang einzubauen. Frische Luft ist nämlich auch essenziell, um voller Energie den Tag zu gestalten (lies dazu mehr in diesem Blogartikel).

Nicht zuletzt hat die Ernährung großen Einfluss darauf, wie kraftvoll wir uns fühlen. Ein Wassermangel führt zum Beispiel schnell zu Müdigkeit und Konzentrationsmangel (lies mehr in meinem Artikel über Wasser). Und schlechte Ernährung ist wie schlechtes Benzin für Dein Auto – nur mit guter, gesunder Nahrung kann Dein Körper auch Leistung bringen.

#4: Du hast die falschen Menschen um Dich

Dein Umfeld hat einen sehr großen Einfluss darauf, wo dein Energie-Pegel steht. Vielleicht hast Du schon den Spruch gehört: Du bist das Mittel aus den 5 Menschen, mit denen Du die meiste Zeit verbringst. Ein toxisches Umfeld raubt Dir die Lebenskraft und lässt Dich erschöpft zurück. Hast du zum Beispiel Pessimisten in Deinem Umfeld, die nur das Schlimmste an die Wand malen? Typische Nörgler, die alles schlecht finden und nur meckern? Oder Wutbürger, die Dich dauernd anbrüllen und unfair behandeln? Besonders toxisch sind auch die Menschen in Deinem Umfeld, die immer nur Energie von Dir abgreifen (z.B. in Form von Hilfe, die sie von Dir einfordern, oder emotionalem Müll, den sie bei Dir abladen), ohne Dir etwas zurückzugeben. Wenn Du Zeit mit diesen Energie-Vampiren verbringst, kannst Du fast schon spüren, wie die Kraft schwindet.

#5: Du hast das falsche Mindset

Ja, auch Du selbst kannst zu einem Zustand der Erschöpfung beitragen. Dir diesen Punkt selbst einzugestehen ist vielleicht am schwersten, weil Du tief in Dich selbst schaust. Aber hier kannst Du auch tiefgreifende Veränderungen herbeiführen. Wie sieht es bei Dir zum Beispiel mit folgenden Punkten aus?

  • Machst Du Dir ständig Sorgen, was in der Zukunft alles schiefgehen könnte? Wenn Du nur in Sorge lebst, verschwendest du Deine Lebensenergie. Du lebst im Jetzt!
  • Wie denkst Du über Dich selbst? Welche Glaubenssätze sind für Dich Wahrheit? Du schöpfst Antriebskraft aus einem positiven Selbstbild – wenn Du Dir dauernd erzählst, was Du alles nicht kannst, nimmst Du Dir selbst die Energie.
  • Hast du persönliche Ziele in Deinen verschiedenen Lebensbereichen definiert? Aus einer motivierenden Vision für Dein Leben schöpfst Du unglaublich viel Kraft und Energie. Keine Ziele münden oft in Antriebslosigkeit und Schwermut.

Selbstfürsorge ist der Schlüssel zu mehr Energie im Alltag

Der wichtigste Punkt auf dem Weg zu einem Alltag voller Lebensfreude und Energie ist Ehrlichkeit Dir selbst gegenüber. Nur wenn Du offen mit Dir umgehst, Deine Bedürfnisse anerkennst und Dich gut und aktiv um Deine Energie kümmerst, wirst du langfristig erfolgreich Deine Lebenskraft stärken. Das ist natürlich anstrengender, als einfach eine Tasse Kaffee zu trinken – aber eben auch nachhaltiger und effektiver.

Denn proaktives Energie-Management lohnt sich! Stell Dir einfach vor, Dein Körper hat einen großen Energie-Akku. Genau wie Du bei Deinem Smartphone darauf achtest, dass der Akku nie leer wird, solltest du auch für Dich selbst und Deine Energie genau wissen, wie der aktuelle Akku-Stand ist und wie Du ihn konstant wieder aufladen kannst. Denn je mehr Energie Du hast, umso besser kannst Du Dich an unterschiedliche Gegebenheiten und Situationen anpassen – desto mehr Handlungsspielraum hast du also, Dein Leben voller Kraft und Motivation nach Deinen Vorstellungen zu gestalten.

3 Ansatzpunkte für ein Leben voller Energie

Punkt 1: Körper, Geist und Seele ganzheitlich betrachten

Der ganzheitliche Ansatz ist mir ganz wichtig: Lebensenergie ist nicht eindimensional, sondern sie speist sich aus dem Einklang von Körper, Geist und Seele. Alle drei Bereiche sind eng miteinander verknüpft, hängen voneinander ab und beeinflussen sich gegenseitig. Jeder einzelne Bereich verdient Deine bewusste Beachtung und Fürsorge.

Durch aktives Energie-Management kannst Du Körper, Geist und Seele bewusst mit Energie aufladen. Da sie so stark miteinander verknüpft sind, passiert dies oft gleichzeitig: Machst Du zum Beispiel einen Waldspaziergang mit guten Freunden, bekommt dadurch Dein Körper neue Energie (frische Luft und Bewegung), Dein Geist (gute Gespräche), und auch Deine Seele (Freundschaft und Verbundenheit).

Überlege Dir also, wie Du Deine Energie in jedem Bereich stärken kannst. Schau Dir dazu auch gerne meine anderen Blogartikel an – dort beschäftige ich mich jeweils mit einem ganz speziellen Aspekt!

  • Körper: Wie schon erwähnt, die vier Quellen für physische Energie sind Schlaf, Entspannung, Bewegung und Ernährung. Überlege Dir: Wo kannst Du nachjustieren? Schläfst Du lang und gut genug? Nimmst Du Dir Zeit für regelmäßige Entspannung (z.B. Atemübungen, Muskelentspannungsübungen, ein Buch lesen…)? Welcher Sport macht Dir Spaß? Und führst Du Deinem Körper gute, energiegeladene Nahrung zu? Finde in diesem Artikel eine spannende Übung, um eine gesunde Beziehung zu Deinem Körper aufzubauen.
  • Geist: Bei mentaler Energie geht es darum, wie gut Du Deine Aufmerksamkeit fokussieren kannst und auf was Du sie fokussierst. Lässt Du Dich häufig ablenken, z.B. während eines Gesprächs durch dein Handy? Redest Du Dich selbst klein oder sagst Dir, dass Du das eh nicht schaffst? Bewusste Konzentration, also ein Zustand im Flow, wo die Zeit nur so verfliegt, und positives Denken bzw. positive Glaubenssätze sind zentrale Energie-Quellen für unseren Geist. Wie sieht es hier bei Dir aus?
  • Seele: Hier geht es um Deine Gefühlswelt, darum, wie bewusst Du Deine Gefühle kennst, annimmst und steuerst. Lässt Du Dich leicht von negativen Emotionen mitreißen oder betonst Du positive Gefühle wie Wertschätzung, Anerkennung und Dankbarkeit? Für die Seele ist auch Sinnhaftigkeit zentral. Hast du eine Lebensvision und konkrete Ziele für Deine Lebensbereiche? Eine positive Grundstimmung und eine Vision für die Zukunft sind zentrale Quellen für emotionale Energie. Lies hier mehr über den Wert von Sinnhaftigkeit.

Wenn Du Dir jetzt denkst, das sind so viele Dinge, die beachtet werden müssen, mach Dir keine Sorgen. Der wichtigste Punkt ist, dass Du bewusst an Dein persönliches Energie-Management herangehst und Dir klarmachst, mit welchen Aktivitäten Du Deinen Körper, Deinen Geist und Deine Seele mit Energie aufladen kannst.

Punkt 2: Rituale in Deinen Alltag einbauen

Der nächste Schritt ist es dann, diese Dinge regelmäßig in Deinen Alltag einzubauen. Der Fokus liegt hier auf regelmäßig – Du lädst ja auch Dein Smartphone regelmäßig auf.

Doch Veränderung ist schwer. Unser Ego liebt erlernte und antrainierte Verhaltensweisen und möchte sich nur ungern ändern, selbst wenn Du weißt, dass es gut für Dich wäre. Hier hilft Dir die Kraft der Rituale, denn Rituale im Alltag unterstützen Dich dabei, Deinem Ziel näher zu kommen. Rituale sind kleine Verhaltensweisen, die sich ohne viel Aufwand in Deinen Alltag integrieren lassen. Die Betonung liegt auf ohne viel Aufwand – denn je schwieriger etwas ist, desto größer ist die Gefahr, dass Du es wieder aufgibst.

Schau Dir für jede Deiner persönlichen Energie-Quellen an, welche kleinen Verhaltensweisen Du in Deinen Alltag problemlos einbauen kannst. Wenn Du zum Beispiel mehr Wasser trinken möchtest, gewöhn Dir an, morgens direkt nach dem Aufstehen ein Glas Wasser zu trinken, oder stell Dir eine Karaffe auf Deinen Schreibtisch. Wenn Du an Deinen Denkmustern arbeiten möchtest, häng Dir einen Zettel mit Deinen positiven Affirmationen an den Badezimmerspiegel, so dass Du ihn mehrmals am Tag liest. Wenn Du mehr Dankbarkeit in Dein Leben integrieren möchtest, nimm Dir vor, einmal am Tag jemandem Danke zu sagen – und setz Dir zur Not eine Erinnerung in Dein Handy.

Du wirst schnell merken: Jedes noch so kleine Ritual wird Dir Energie schenken und sich damit selbst positiv verstärken. Welche Rituale willst Du ab heute in Deinen Alltag einbauen?

Punkt 3: Akzeptanz und Selbstliebe erlauben

Du managst jetzt bewusst und aktiv Deinen Energie-Level und hast viele kleine Rituale in Deinen Alltag integriert. Und trotzdem gibt es Tage, an denen Du einfach nur müde und kraftlos bist. Jetzt fragst Du Dich, woran das liegt?

Menschen sind zyklische Wesen. Manchmal geht es uns besser, manchmal schlechter. Manchmal haben wir viel Motivation und Energie, manchmal weniger. Das ist normal und völlig in Ordnung so. Es gibt viele äußerliche Einflüsse auf unseren Energie-Level, die wir nicht beeinflussen können.

Akzeptiere, dass es auch mal Tage gibt, an denen Dir der Antrieb fehlt und Du müde bist. Wir alle kennen solche Tage. Sorge an diesen Tagen besonders gut für Dich selbst – gönn Dir was Schönes und mach es Dir gemütlich. Stell sicher, dass Du Deine Energie-Speicher gut auflädst. Und morgen sieht es schon wieder ganz anders aus!

Fang jetzt an mit Deinem persönlichen Energie-Management!

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2 Kommentare zu „Keine Energie: Die 5 häufigsten Ursachen und 3 Ansatzpunkte

  1. Eine Super-Zusammenfassung! Du machst Deine Leser eindringlich auf den Zusammenklang von Körper, Geist und Seele aufmerksam und entlässt uns nicht aus der Verantwortung…. Es ist natürlich einfach zu sagen, das Umfeld, der Job, das Leben an sich sind schuld, aber das ist falsch.
    Danke auch für Deine Tipps zu unseren persönlichen Energie-Quellen und zu den empfohlenen Ritualen!!!

    Liken

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